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Kommt das Facebook-Handy?

Facebook hat den Börsengang aus Sicht von Beobachtern und Anlegern mehr als verbockt. Im Börsenprospekt war vermerkt, dass Facebook bis dato noch keine mobilen Umsätze macht (weil man die FB-App eben noch nicht monetarisiert). Der Beleg, dass man eine signifikante mobile Strategie habe, müsse man noch erbringen. Das war auf jeden Fall ein ehrliches Statement.

Am Feiertagswochenende kam nun das Gerücht auf, dass Facebook ein halbes Dutzend Hard- und Softwareexperten von Apple abgeworben habe, um eine Facebook-Handy an den Start zu bringen. Die Konten von Facebook platzen nach dem Börsengang ja bekanntlich aus allen Nähten; die Anlegen wollen aber vermutlich mehr als die Zinsen für ein Sparkonto aus ihrem Kapital erwirtschaftet sehen. Facebook steht also unter Zugzwang. Was macht das Management in so einer Situation? Genau, man holt erst mal für richtig viel Geld die besten Leute vom relevantesten Wettbewerber: Apple.

Als Argument für einen Einstieg ins Hardwaregeschäft mag die breite Userbasis von Facebook herangeführt werden. Schließlich kann man fast eine Milliarde Menschen adressieren. Gleichzeitig hat Facebook bereits jetzt über seine App eine sehr starke mobile Stellung, die man auch deswegen erreicht hat, weil man sich gegenüber den Hardwareherstellern stets neutral verhielt. Im Gegenzug hatten Apple, Samsung, HTC und Co. keinerlei Probleme, Facebook vergleichsweise tief in die eigenen Geräte zu integrieren. Ob dies auch noch der Fall ist, wenn man eigene Hardware auf den Markt wirft, darf bezweifelt werden.

Der ein oder andere Wertpapieranalyst empfiehlt den Anlegern dann auch schon einmal vorsorglich, die Aktie nicht zu kaufen, sollte Facebook tatsächlich in den Hardwaremarkt einsteigen.

Wir bleiben dran am Thema!

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