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Ähnlich wie der Hersteller Jawbone aus dem vergangenen Blogbeitrag bietet auch FitBit verschiedene Fitnesstracker an. Sowohl das Fitnessarmband Fitbit „Flex“ als auch der Aktivitätstracker „The One“ messen zurückgelegte Distanzen, gegangene Schritte, verbrannte Kalorien und das Schlafverhalten.

Da zu einer umfassenden Kontrolle des Fitnessfortschritts allerdings nicht nur das Akitvitätstracking, sondern auch regelmäßiges Überwachen des Gewichts und der Körperzusammensetzung gehört, möchte ich mich in diesem Eintrag mit Fitbits digitaler Personenwaage Aria, einem anderen Gadget aus dem Bereich Fitness und Gesundheit, auseinandersetzen.

Köpermessung mit der Fitbit Aria – How to get started

Fitbits Aria Waage ist keine gewöhnliche Personenwaage, sie unterscheidet sich in einer Besonderheit von anderen handelsüblichen Messgeräten.

Die Fitbit Aria besitzt eine WLAN Funktion, über die die individuellen Daten synchronisiert und dem eigenen Fitbit Benutzerkonto hinzugefügt werden. Erst dieses Feature macht die Waage zu einem wirklichen Gadget mit interessanten Nutzungsmöglichkeiten. Zwar können auch andere Digitalwaagen zusätzlich zum Körpergewicht Werte wie Körperfettanteil und BMI messen, doch nur wenige verfügen über die Möglichkeit, sich mit dem Internet zu verbinden.

Digitale WLAN-Waage Fitbit Aria

Um die Online-Auswertung der Körpermessung überhaupt erst nutzen zu können, muss die Aria vor der ersten Nutzung über WLAN mit dem Internet verbunden werden. Konfigurieren lässt sich die Waage mühelos am Rechner. Über die Fitbit-Website erhält man das benötigte Setup dafür. Sind die Initialen des Nutzers eingetragen und die Waage am PC benannt, verbindet sich die Aria mit Fitbit. WLAN-Daten werden an die Waage gesendet, die Einrichtung ist abgeschlossen. Insgesamt registriert das Gesundheitsgadget bis zu acht verschiedene Personen, denen die jeweiligen Initialen im Display der Waage zugeordnet werden.

Beim Wiegen ermittelt das Gerät das Körpergewicht, den Körperfettanteil und den Body-Mass-Index (BMI) – hilfreiche Indikatoren für die Entwicklung des Körpers. Sind diese Daten erfasst, werden sie unmittelbar an Fitbit.com übertragen. Zwei Symbole im Display der Waage zeigen eine aktive Synchronisierung sowie deren Fortschritt an. Direkt über das Display der Waage abrufbar sind neben den Initialen des Nutzers das Gewicht und der Körperferttanteil. Im Anschluss errechnet Fitbit BMI und weitere Daten und bereitet sämtliche Informationen grafisch auf. Über eine Vielzahl anschaulicher Grafiken kann der Nutzer somit seinen aktuellen Stand mit vorher definierten Zielen z.B. hinsichtlich des Wunschgewichts vergleichen. Erreicht er ein bestimmtes Ziel, so erhält er ein digitales Abzeichen als Belohnung. Für weitere Motivation sorgen Fitbit Freunde, mit denen man seine Fortschritte teilen und sich untereinander vergleichen kann. Eine Anmeldung beim Fitnessnetzwerk kann alternativ über ein Facebook oder Google+ Konto erfolgen, um sich so einer noch größeren Community mitzuteilen. Ansonsten werden die Daten innerhalb der Fitbit-Umgebung gehalten und sind  zu Hause am Desktop-PC bzw. Laptop über Fitbit.com oder unterwegs mit der App für Smartphone und Tablet abrufbar.

Zur Belohnung erhält der Nutzer digitale Abzeichen

Der Nutzen des Gadgets hängt wie bei allen Fitness- und Gesundheitsgeräten ganz vom Anwender selbst ab. Denn: Wie regelmäßig und über welchen Zeitraum die Daten aufgenommen werden, entscheidet jeder für sich selbst. Je intensiver das Fitbit-Konto mit Daten angereichert wird, desto mehr lässt sich auch aus dem System ablesen. Auch wenn der Gedanke, seinen Fortschritt täglich und in Echtzeit zu beobachten, reizvoll ist, lässt sich nachhaltiger Erfolg erst über einen größeren Zeitraum von mehreren Monaten erkennen.

Ebenso für den persönlichen Erfolg entscheidend wie die Disziplin, mit der der Benutzer seine Trainingsziele angeht, ist die Bereitschaft, die nützlichen Daten regelmäßig messen zu lassen bzw. einzugeben. Zudem ist es sinnvoll, das eigene Konto über die App mit weiteren Details zu versehen, die die Waage logischerweise nicht beobachten kann. So können die Daten zu Gewicht und Körperzusammensetzung sinnvoll mit manuell eingepflegten Mahlzeiten und Aktivitäten am Tag ergänzt werden. Ferner besteht die Möglichkeit, eigene Ernährungspläne aufzustellen und bei der Berechnung von Kalorien auf eine Datenbank zurückgreifen.

Anders als bei anderen Hersteller  ist das Fitbitsystem mit anderen Fitness-Apps kompatibel. Nachdem die Fitbit-Daten exportiert sind, können sie in einer Vielzahl weiterer Apps genutzt werden. Besonders interessant ist, dass der amerikanische Hersteller App-Entwicklern eine API Schnittstelle für ihre Apps oder sonstigen Dienste bietet. Eine Liste auf https://www.fitbit.com/apps zeigt bereits einige Ansätze, wie Developer die Daten in ihre iPhone- bzw. Android App integrieren. Häufig sind diese als „Universalapp“ konzipiert und aggregieren Informationen verschiedenster Apps und Systeme.

Geteiltes Leid ist halbes Leid – Das Konzept hinter Fitbit

Das Konzept hinter dem Gadget ist vergleichbar mit dem anderer Fitnessanwendungen. Die Gadgets beruhen im Wesentlichen auf einem einheitlichen Schema: Vor der ersten Nutzung wird der Benutzer aufgefordert, sich individuelle Ziele zu setzen, denen er in der Folgezeit nacheifert. Wie genau diese Ziele aussehen und wie sie erreicht werden, bleibt ihm überlassen. Es wird keine Musterlösung vom System vorgegeben. Jeder ist sein eigener Coach und lernt aus der eigenständigen Analyse seiner Messdaten.

Sind die ersten Daten aufgezeichnet und aufbereitet, beginnt im Idealfall ein Prozess der stetigen Selbstkontrolle. Die ansprechende Visualisierung der bisherigen Fortschritte gibt eine genaue Auskunft über den derzeitigen Stand und den weiteren Weg. So sind dem User fortwährend Anhaltspunkte gegeben.

Motivation sollen die Aria-Nutzer zum einen aus ihrer persönlichen Fortschrittsanzeige und den verliehenen digitalen Abzeichen und zum anderen aus dem Feedback der Freunde und anderer User schöpfen. In der heutigen „Shareconomy“ sind Teilfunktionen für soziale Netzwerke beinahe unerlässlich. Wie gewinnbringend es ist, persönliche Angaben über den eigenen Körper über diverse Plattformen mitzuteilen, kann ein jeder selbst entscheiden, feststeht: Seinen Trainingserfolg mit anderen zu teilen, sich von anderen und deren Leistungen inspirieren zu lassen und so die eigene Motivation zu stärken, ist sicherlich für einige förderlich.

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