“Jupidi richtet sich überwiegend an Jugendliche, die ihre Fähigkeiten in Sachen Flirting ausprobieren und verbessern wollen” - Im Gespräch mit Kjell Fischer
30. September 2008 von KM
telefon.de: Herr Fischer, was ist Jupidi und wie genau funktioniert der mobile Flirtservice?
Kjell Fischer: Jupidi richtet sich überwiegend an Jugendliche, die ihre Fähigkeiten in Sachen Flirting ausprobieren und verbessern wollen, ohne sich dabei eine peinliche Abfuhr zu holen.
Eine SMS an 60777 mit dem Keyword JUPIDI, dem eigenen Namen, dem Namen des Schwarms, dessen Handynummer und einem Hinweis zur eigenen Person und/oder dem Umfeld, aus dem die Beiden sich kennen genügt, um dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Nach dem „Matching“ durch Jupidi können die Zwei weiterhin anonym oder direkt eins zu eins per SMS miteinander kommunizieren.
Solange der Kontakt zwischen den flirtenden Teenies anonym ist, übermittelt Jupidi die Nachrichten. Jupidi beteiligt sich allerdings nicht inhaltlich an der Kommunikation der Nutzer. Wir halten den Usern keine Informationen vor, die eine direkte Kontaktaufnahme verhindern.
Jupidi will einen echten Mehrwert zur Kontaktaufnahme und auch während des Kommunikationsprozesses bieten. Der User kann zu jeder Zeit aus dem Jupidi-Kommunikationsprozess aussteigen und direkt auf den Flirtpartner zugehen.
Jupidi ist somit kein Service, der darauf setzt neue oder alte Freunde zu finden. Auf spielerische Art erleichtert das neuartige Geschäftsmodell verknallten Teenagern die wahrscheinlich größte Herausforderung der Jugendzeit – die direkte Ansprache ihres Schwarms.
Durch den speziellen Fokus auf die mobile Komponente sind die Jupidi-User nicht an den Computer gebunden und können ihre Botschaften von überall verschicken und erhalten.
telefon.de: Gibt es schon Erfolgsmeldungen?
Kjell Fischer: Da wir erst seit August dieses Jahres online sind, lassen sich hierzu noch keine konkreten Angaben machen.
telefon.de: Funktioniert der Service rein auf Basis von SMS? Sollte das Handy bestimmte Anforderungen erfüllen?
Kjell Fischer: Der Service funktioniert ausschließlich auf Basis von SMS und es ist keine zusätzliche Handy-Software für die Nutzung nötig. Auf www.jupidi.de findet der User zusätzlich eine Anlaufstelle für weitere Informationen zum Produkt und hat die Möglichkeit an verschiedenen Flirt-Aktionen teilzunehmen. Zurzeit kann sich jeder User beispielsweise freie Flirt-SMS verdienen, indem er Freunde zu jupidi einlädt. Die verdienten SMS können dann über die 60777 kostenlos eingelöst werden.
telefon.de: Ihr Zielgruppe sind insbesondere Schüler und Schülerinnen. Finden sich auf Ihrer Plattform auch die heißen Feger oder eher die Mauerblümchen des Jahrganges?
Kjell Fischer: Jupidi löst bei unserer Zielgruppe aus verschiedenen Gründen einen Reiz aus. Ein wesentlicher Grund ist sicherlich die Anonymisierungsmöglichkeit für den User. Dieser Aspekt nimmt dem User die Hemmung seiner Neugier zu folgen und herauszufinden wer auf ihn/sie steht. Dabei fühlt sich natürlich sowohl ein „heißer Feger“ als auch ein „Mauerblümchen“ angesprochen.
telefon.de: Ein wichtiges Thema ist sicher der Jugendschutz? Wie wird dieser gewährleistet?
Kjell Fischer: Das Mindestalter der Jugendlichen, die Jupidi nutzen dürfen liegt bei 12 Jahren. Jupidi beteiligt sich zwar inhaltlich nicht an der Kommunikation der Nutzer, dennoch behält sich der Service vor, alles, was nach alleinigem, freiem Ermessen von Jupidi gegen die Bestimmung verbotener Inhalte verstößt, zu überprüfen und geeignete rechtliche Schritte zu unternehmen, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf, das Löschen anstößiger Mitteilungen aus den Diensten von Jupidi und das Beenden der Nutzerschaft. Welche Inhalte als verboten gelten, können Sie in unseren AGBs nachlesen.
Gegen die Sorgen der Eltern gibt es zusätzlich eine sog. „Kindersicherung“. Damit können die besorgten Eltern die Handynummer ihres Kindes sperren lassen, sodass diese den Flirtdienst nicht nutzen kann. Des Weiteren brauchen sich die Eltern keine Sorgen machen, dass ihr Kind durch versteckte Kosten in die Kostenfalle gelangt. Der User zahlt bei Jupidi nur für jede einzelne Aktion und bindet sich so auch nicht längerfristig.
Gerade in diesem Alter findet das verliebt/verknallt sein sehr häufig statt, die Gefühle für andere wechseln schneller als dieses später der Fall ist. Wer sich Jugendzeitschriften anguckt, weiß das diese das zentrale Thema der Jugend ist.
telefon.de: Zum Abschluss interessiert uns ein kleiner Ausblick. Wo steht jupidi.de in fünf Jahren?
Kjell Fischer: In fünf Jahren wird sich jupidi bei unserer Zielgruppe als der mobile und anonyme Flirt-Dienst in Deutschland und weiteren Ländern etabliert haben. Keiner erinnert sich ans Zettelchen schreiben – 2013 wird mobil und anonym über jupidi geflirtet und verkuppelt. Unter Berücksichtigung wesentlicher Marktentwicklungen werden dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Produktes, die Einbindung verschiedener Partner sowie die Ausdehnung unser Vermarktungsaktivitäten im Fokus stehen.



Das Konzept von Jupidi ist gut durchdacht, es ist offentsichtlich welche Zielgruppe hier angesprochen werden soll, wobei ein Mindestalter festgesetz ist und dem Nutzer kein Abonnement angedreht wird.
Durch den mobilen und anonymen Aspekt bei jupidi, wird die Jugend mit positive Resonanz hevorufen.
Jupidi wird sich definitv in der jungen Gesellschaft etablieren und auch weiter entwickeln.
Eine interessante Art und Weise für Heranwachsende sich sicher im Flirten zu üben, ohne sich gleich peinlichen Situationen ausgesetzt zu fühlen oder sich langfristig an einen Vertrag zu binden .