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Erfolgreiches App-Marketing

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[Update 05.10.2011: Hier erfahren App-Entwickler über eine kostenlose Möglichkeit der App-Werbung]

[Update 27.07.2012: Sofern Sie Beratungsbedarf im Bereich App-Marketing haben, können wir gern Kontakt zu kompetenten Dienstleistern herstellen. Einfach anfragen unter km@telefon.de]

Nach neusten Zahlen beinhaltet der Apple iTunes-Store angeblich 250.000 Applikationen. Bei einem derartigen Gedrängel fällt es den Entwicklern von iPhone-App zunehmend schwerer, die eigene App erfolgreich zu verkaufen (gleiches gilt natürlich auch für den Android Market mit immerhin 90.000 Apps). Volkswirte dürften angesichts dieser nahezu vollkommenen Konkurrenz ihre wahre Freude an den App-Marktplätzen haben.

Wer viel Aufwand in die Entwicklung einer App gesteckt hat, sollte im Bereich Marketing natürlich seine Hausaufgaben machen. Denn diese sind auf jeden Fall die nötige, wenn auch noch nicht die hinreichende Bedingung, will man seine eigene App-Erfolgsstory schreiben.

Vor dem Start

Bevor man an den Start geht, muss man entscheiden, ob man eher eine originelle neue App entwickeln will oder eine Copy-Cat-Strategie einschlägt. Für letztere Strategie spricht, dass es einige erfolgreiche Beispiele gibt, wo dieser „Schnorreransatz“ bis in die Hitlisten des App-Stores geführt hat.

Ganz sicher ist eine der sehr wichtigen Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche App (auch wenn man etwas Neues erdenkt) eine vom Kunden erkannte Nutzenkomponente derselben. Idealerweise sollte die App in enger Kooperation mit potentiellen Anwendern entwickelt werden. Im Rahmen unserer Aktivitäten für unseren Bereich „coole Apps“ waren wir Zeuge von diversen Launches (von später tendenziell erfolgreichen Apps), die vor der Listung im iTunes-Store von größeren Usergruppen getestet wurden. Dies ermöglicht vor dem Start ärgerliche Kinderkrankheiten zu verhindern, die ein Rohrkrepierer sein könnte für die – nach Angaben des Wallstreet Journals – in den ersten Wochen nach dem Start wichtige Mund-zu-Mundpropaganda.

Vor dem Lauch einer App muss die Entscheidung für die geeignete Kategorie getroffen werden. Die Kategorien unterscheiden sich zum Teil stark in ihrer Größe. Möglicherweise ist es sinnvoller auf eine weniger große Kategorie auszuweichen.

Der Launch

Beim Übermitteln der App an Apple muss nach Angaben des Wallstreet Journals ein Erscheinungsdatum angegeben werden. Da die Anzahl der Downloads am Wochenende sehr viel höher ist als an Werktagen, sollte man sich für ein Wochenende entscheiden, um stärker von den „just released“-Vorschlägen profitieren zu können.

Bei der Beschreibung der App ist darauf zu achten, dass diese sinnvolle Suchworte, die mögliche Käufer benutzen könnten, auch enthält. Freilich sollte man nicht anfangen die Beschreibung mit langen Keywordlisten zu verunstalten. Es kann aber Sinn machen, sich im eigenen Text auf andere, erfolgreiche und beliebte Apps zu beziehen.

Es ist natürlich eindeutig von Vorteil, sofern die eigene Applikation auch in Englisch verfügbar ist und auch eine englische Beschreibung vorliegt. Nach unseren Recherchen haben Apps in deutscher Sprache oder mit einer deutschen Beschreibung lediglich einen Anteil von rund 20 Prozent an allen Top-Apps. Wer hier auf auch Englisch setzt, hat definitiv einen größeren Zielmarkt. Viele deutsche Entwickler haben übrigens ausschließlich englischsprachige Webseiten.

Um die erwähnte Mundpropaganda zu stimulieren, kann zum Start auch mit Promocodes für mögliche Multiplikatoren gearbeitet werden. Diese Strategie haben wir im Rahmen von „coole Apps“ auch bereits auf Bitten von diversen Entwicklern unterstützt.

Preis- und Produktstrategie

Da der Erfolg von Apps in hohem Maße von der Position in den Hitlisten abhängt, sind auch bei der Preissetzung und der Produktstrategie wichtige Entscheidungen zu treffen. Der Abverkauf, kann durch Preisänderungen dramatisch gesteigert werden, so dass durch diesen Hebel natürlich auch ein Erklimmen der Hitlisten möglich ist. Im Idealfall bleiben diese Positionen auch nach einer Aufhebung der Preissenkung erhalten, weil man in den oberen Sphären der Hitlisten durch die erlangte Wahrnehmung besser verkauft.

Wer darauf angewiesen ist, dass die App einen hohen Preis erzielt, sollte über eine abgespeckte und kostenlose Schnupperversion nachdenken. Je höher der Preis, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass jemand vor dem Kauf einer hochpreisigen App zuvor die Testversion heruntergeladen hat.

Klappern gehört zum Handwerk

Ist die App erstmal auf dem Markt, heißt es, auf diese aufmerksam zu machen. Die überwiegende Mehrheit aller App-Entwickler hat eine eigene Webseite, auf die aus dem Apple-Store auf verlinkt werden kann. Diejenigen Entwickler, die bei „Coole Apps“ die vordersten Plätze belegen, sind in der Regel auch in Blogs, bei Twitter und Facebook unterwegs. Ferner haben wir beobachtet, dass die Pressearbeit für App-Entwickler eine wichtige Aufgabenstellung ist. Die meisten der Gewinner unserer Awards „App der Woche“ und „App des Monats“ haben erfolgreich Pressemitteilungen bei den Medien platziert. Wir empfehlen aufgrund dieser Erkenntnis aktiv die Firma „Pressebüro Typemedia GmbH“ von Carsten Scheibe, der sicher einer der kompetentesten Experten auf dem Gebiet der iPhone Apps ist. Neben einem guten pressetechnischen Zugang zu den relevanten Medien, bloggt Carsten Scheibe auch auf allemeineapps.de und er ist der iPhone-Junkie, der für den Stern bloggt. Martin Lawrence verwies Anfang des Jahres in Bezug auf die eigene Blackberry-App auch auf die Effekte, die durch Foren oder „Alpha Geeks“ erzielt werden können.

Klaus-Martin Meyer

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