“apprupt ist der erste Performance Marketing Anbieter für iPhone Apps” - Im Gespräch mit Jascha Samadi (apprupt GmbH)
18. Januar 2010 von KM

telefon.de: Jascha, Du bist Gründer und Geschäftsführer der Firma apprupt GmbH. Könntest Du bitte kurz vorstellen, was genau apprupt macht?
Jascha Samadi: apprupt ist der erste Performance Marketing Anbieter für iPhone Apps. Wir vertreiben Apps über Partner, die mobilen Traffic haben, sei es mobile Webseiten oder Apps. App Developer können ihre Apps über www.apprupt.com in unser Partnernetzwerk einbringen und so zusätzliche Downloads generieren. Dabei zahlt der Developer nur, wenn auch wirklich ein Download generiert wurde (Pay-Per-Download). Das Ganze ist für den Entwickler also risikofrei.
Die erzielten Einnahmen werden dann mit den Partnern geteilt. Diese können Ihre Reichweite also mit für den Nutzer relevanten und thematisch passenden Apps zusätzlich monetarisieren.
telefon.de: Laut dem “Über uns” auf Eurer Webseite konzentriert Ihr Euch auf iPhone Apps. Ist der Markt für Android Apps nicht interessant?
Jascha Samadi: iPhone Apps sind für uns nur der erste Schritt. Android wächst gerade stark und wird, was die Anzahl an verfügbaren Apps sowie den mobilen Traffic betrifft, immer relevanter. Ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen, denke ich, dass wir zeitnah auch für Android Apps anbieten werden. Weitere Plattformen werden sukzessive folgen.
telefon.de: Noch seid Ihr ja ganz frisch auf dem Markt. Aber Ihr habt schon recht große Kooperationspartner gewonnen. Gibt es auch schon Erfolgsstories, die die Entwickler der iPhone Apps motivieren dürften, auf apprupt zu setzen?
Jascha Samadi: Grundsätzlich muss erwähnt werden, dass wir den Entwickler nicht vor eine „entweder-oder Entscheidung“ stellen. Wir verlangen zum Beispiel keine Exklusivität.Der Entwickler kann weiterhin, wie gewohnt, auch andere Marketingkanäle belegen. Weiterhin ist der Aufwand zur Integration einer App in das apprupt Partnernetzwerk sehr gering und durch das Pay-Per-Download Modell besteht kein Vermarktungsrisiko. Insofern sollte sich grundsätzlich jeder Entwickler motiviert fühlen, apprupt einmal auszuprobieren.
Für bestimmte Apps ist es uns schon gelungen, sie in die Top 25 zu befördern. Sind diese dort einmal angelangt, lässt sich eine Verselbstständigung der Verkaufszahlen beobachten. Natürlich muss dafür auch das angebotene Produkt gut sein.
telefon.de: Wie sehen aus Deiner Sicht die “Killer-Apps” aus, die die User in Begeisterung versetzen und darüber hinaus außer Spaß auch einen echten Nutzen haben. Oder anders ausgedrückt, welche Apps werden den Entwicklern, den Usern und den Intermediären wie Euch am meisten Spaß bereiten?
Jascha Samadi: Die größte Zielgruppe haben derzeit sicherlich Spiele und Apps aus dem Bereich „Nützliches“ und „Produktivität“.
Grundsätzlich denke ich aber nicht, dass die Kriterien für den Erfolg einer App viel anders sind als für jedes andere Produkt in einem bestimmten Markt. Grundlage ist hierfür, meiner Meinung nach, immer, dass das Produkt zur Zielgruppe die angesprochen werden soll passt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass überhaupt eine Zielgruppe existiert. Ist dieses der Fall, sind Fehlerfreiheit und Usability natürlich unabdingbar. Darüber hinaus muss es einen Kernnutzen geben und dieser sollte auch klar kommuniziert werden.
„Killer-Apps“ kann es also in vielen Formen und Farben geben, falls es genügend Kunden gibt, die einen Nutzen aus diesen ziehen. Auch in unserem Partnernetzwerk werden verschiedenste Zielgruppen angesprochen. Finanzapplikationen können bei einem bestimmten Partner viel Sinn machen und bei einem anderen überhaupt nicht.
telefon.de: Zum Abschluss unsere Standardfrage. Wie sieht der Markt für Apps in fünf Jahren aus und welche Rolle wird apprupt dabei spielen?
Jascha Samadi: Eure Standardfrage wird, denke ich, immer schwerer zu beantworten sein. In fünf Jahren wird sich viel mehr tun, als es beispielsweise die letzten fünf Jahre der Fall war. Vor zwei Jahren gab es den Apple App Store nicht einmal und nun wurden über diesen bereits mehr als 3 Milliarden Apps heruntergeladen.
Meiner Meinung nach werden wir in fünf Jahren keine wirkliche Unterscheidung mehr zwischen nativen und webbasierten Apps machen. Die technischen Kapazitäten für mobile Endgeräte werden sich enorm entwickelt haben. Viele neue Geschäftsmodelle werden hinzugekommen sein. Die Grenze zwischen stationärem und mobilem Internet wird nicht mehr klar vorhanden sein – das mobile Internet wird vielmehr eine neue, entscheidende Dimension des stationären Internets sein.
Unser Ziel ist es Transparenz und Profitabilität in den Mobile App Markt zu bringen. Wir werden uns darauf konzentrieren, Endnutzer mit relevanten Inhalten zusammenzuführen, sodass Anbieter und Nutzer davon profitieren. In fünf Jahren wollen wir mit apprupt über die Grenzen von Deutschland hinaus aktiv sein und jedem ein Begriff sein, der seine Zielgruppe effektiv ansprechen bzw. dieser einen relevanten Mehrwert bieten möchte.


