otelo macht den Bobby Ewing
25. Januar 2010 von KM
Vodafone wagt sich als letzter der vier großen Mobilfunkgesellschaften auf das Terrain der Billiganbieter (auch No-Frills genannt, auch wenn Heise heute von No-Thrills spricht) im Mobilfunk. Was Eplus dereinst mit Base und simyo einläutete, O2 mit Tchibo fortsetzte und bei T-Mobile mit Congstar endete, wird nun auch von Vodafone umgesetzt. Während sich die anderen Netze coole neue Markennamen ausdachten, greift Vodafone jetzt in die Mottenkiste. Die einst große Herausforderer-Marke der Telekom im Festnetz wird jetzt also als Billigheimer im Mobilfunkmarkt reanimiert. Die Marke otelo steigt also quasi wie eine Metamorphose eines Bobby Ewing aus der Dusche. Freilich soll dieser Bobby nicht seine Pam küssen, sondern die von den Marketing-Strategien avisierte Zielgruppe im unteren Preissegment. Man darf gespannt sein, ob dies mit otelo gelingen kann. Otelo war 1999 vom Wettbewerber Mannesmann Mobilfunk übernommen worden, der seinerseits von Vodafone aufgekauft wurde. Vodafone hatte 2008 übrigens bereits einen halbherzigen Versuch unternommen, den Markennamen otelo wach zu küssen. Eine Bildersuchmaschine, die vermutlich kein Mensch braucht, wurde von Vodafone otello (in diesem Fall mit Doppel-L) genannt.



[…] Vodafone otelo wieder aus der Mottenkiste der Geschichte holt, verfrachtet Eplus seine eigene Marke in selbige. […]